Nach einer Woche ohne Bubi

Bubi ist nun seit einer Woche im Katzenhimmel

Noch immer trauer ich um meinen kleinen Jungen, noch immer laufe ich jeden Morgen an die Türe und schaue nach, ob er dort sitzt,
noch immer liege ich abends im Bett und sage innerlich “Hopp Bubi, komm..”, noch immer stehe ich im Supermarkt vor der Tiernahrung und
schaue nach Leckereien – noch immer laufen mir die Tränen, wenn ich an die letzten für ihn schlimmen Wochen denke.

Es war doch “nur” eine Katze!

Es gibt tatsächlich sehr viele Menschen, die so denken, Menschen, die der Meinung sind, dass eine Katze keinen großen wert darstellt.
Ich glaube, Menschen die noch die Erfahrung gemacht haben ein Tier (egal welches) als Freund, als vertrauten zu haben, können sich in
keinster Weise vorstellen welchen Mehrwert das Leben mit einem solchen Freund haben kann.
Ich habe sehr viel mit meinem Bubi geredet, ihm dinge erzählt, die ich wohl sonst niemandem erzählen würde, er hat mir immer zugehört
und sehr oft hatte ich wirklich das Gefühl, er versteht mich. Er war mein Freund, mein Kind, mein kleiner Junge.

In den letzten Tagen seines Lebens bin ich oft Stundenlang bei ihm unter dem Tisch gelegen (er lag nur noch dort) und habe ihn bei seinen
Anfällen beruhigt, ihn gestreichelt, ihm Geschichten erzählt und bei ihm mit einer Wolldecke geschlafen.
Ich wäre wohl noch Tage oder Wochenlang bei ihm gelegen, wenn es ihn hätte retten können – aber es sollte nicht sein.
Der arme Junge konnte auch nichts mehr essen oder trinken, er war zu schwach für alles. Ich habe ihm seine Schnauze mit Wasser abgetupft,
versucht ihm mit viel Geduld etwas Wasser zuzuführen – alles half nichts. Auch die Tierärzte waren machtlos – eventuell hätten wir sein
leben mit Infusionen noch um 1 oder 2 Wochen verlängern können, aber was für ein Leben wäre das gewesen?
Ein Anfall auf den nächsten – sehr Schmerzhaft und voller leid…

Als mir dann in der Tierklinik gesagt wurde, dass es keine Rettung mehr für ihn geben wird, wollte ich es nicht glauben, nicht wahrhaben!
In diesem Moment ist alles um mich drumherum verschwunden, es gab nur noch Bubi und mich – er lag zusammengerollt auf dem Tisch, dass
Herz hat nur noch sehr unregelmäßig geschlagen, er hatte für nichts mehr Kraft.
Ich habe fürchterlich geweint, ihn gestreichelt und meinen Kopf an seinen Körper gelegt. Ich wollte ihn nicht gehen lassen, meinen Freund,
meinen kleinen Jungen, der mich über 12 Jahre meines Lebens begleitet hat.
Plötzlich ist er mit aller Kraft zitternd aufgestanden, hat seinen Kopf zu meinem Gesicht gedreht und hat mir tief in die Augen gesehen und
mich dabei mit seiner Nase an meiner berührt…. dies war sein Abschied für mich – er spürte es.
Diesen Moment werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen – dieser Moment war Liebe, Liebe zwischen einem Mensch und einem Tier.
Ich liebe dich mein kleiner Freund!!

Ganymod
Author: Ganymod

Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.

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2 Gedanken zu “Nach einer Woche ohne Bubi”

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