Ein neues Familienmitglied

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Es war so nicht geplant, aber….

Als unser geliebter Kater “Bubi” vor knapp 3 Wochen über die Regenbogenbrücke gegangen ist, ist für uns eine kleine Welt zusammengebrochen.
Weder meine Frau noch ich dachten in diesem Moment an ein anderes Tier, da es uns unmöglich erschien Bubi einfach so zu ersetzen.
Meine Frau sagte jedoch: “Bubi hat uns damals gefunden (er war ein Heimatloser Streuner) und so soll es auch wieder sein!”
Als eine Woche vergangen ist und der größte Schmerz etwas nachgelassen hat, bekam meine Frau von ihrem Neffen (er arbeitet und lebt mit seiner
Familie ca. 50 km entfernt in einem großen Landwirtschaftsbetrieb) eine WhatsApp Nachricht dessen Inhalt ein Bild einer 12 Wochen jungen
Katze war – mit dem Text: “Wir haben Baby-Bubis…”

So schnell nach Bubis Tod?

Wir haben eigentlich nicht lange überlegt, da wir wussten, dass es “ohne” irgendwie nicht geht, dass etwas fehlt und darum haben wir “Ja” gesagt.
Am Abend sind wir im Bett gelegen und haben uns für das zukünftige Familienmitglied einen Namen überlegt.
Wir wussten ja nicht mal, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, deshalb mussten zwei Namen her. Wäre es ein Mädchen würde sie “Elfie” heißen,
wäre es ein Junge so würde er “Hopper” heißen.
Elfie und Hopper? Wie sind wir auf diese Namen gekommen? Diese beiden Namen kommen aus der Netflix Serie “Stranger Things”, und da wir
leidenschaftliche Fans dieser Serie sind sollte es einer dieser beiden Namen sein. Wer Netflix hat und diese Serie noch nie gesehen hat, sollte dies
unbedingt mal nachholen!!
Schon am nächsten Tag gingen die Vorbereitungen los! Es musste ein Kratzbaum her, Kittenfutter und noch ein paar andere dinge.
Wir haben alles liebevoll für unser Baby-Kätzchen vorbereitet, incl. einem warmen Nest neben unserem Bett. Dass wir hier ein wenig falsch gedacht
haben, sollte uns ein paar Tage später beim Einzug des Babys bewusst werden.

Das “Baby” kommt!

Am 2. Dezember war es dann so weit: Die Schwester meiner Frau war an diesem Tag zum Babysitten ihrer Enkel und brachte bei dieser Gelegenheit
unser Kätzchen, unser neues Familienmitglied mit. Ich war schon sehr aufgeregt und konnte es kaum abwarten dieses Baby im Arm zu halten, um
es zu streicheln – doch es sollte anders kommen!
Wir stellten die Box mit dem Kätzchen in die Mitte des Raums, indem es vorerst sein sollte und ich öffnete die Tür… für einen kurzen Augenblick habe ich
etwas schwarzes panisch herumrennen gesehen, um dann hinter einem Schrank zu verschwinden.
Da saß es nun, das kleine schwarze Kätzchen – hinter einem Schrank und voller Angst! Nach 12 Wochen des Lebens getrennt von Mama und
Geschwistern, in einer neuen Welt voller unbekannter Menschen und Gerüche.
Was wir nicht bedacht haben war, dass es sich um eine Stallkatze handelt die bisher kaum mit Menschen in Berührung gekommen ist und somit
auch keine Erfahrung mit Menschen hatte – also ein kleiner “Wilder”! Alle meine Bemühungen das kleine Kätzchen hinter dem Schrank hervorzulocken
scheiterten daher kläglich. Ich stellte Katzenmilch und etwas Futter hin und habe den Raum verlassen, damit “es” sich etwas sicherer fühlt. Etwas später
bin ich dann wieder in das Zimmer und siehe da, die Näpfe waren leer!

Mit den Nerven am Ende!

Am späten Abend dann, kam meine Frau von der Arbeit und freute sich natürlich auch auf unser Baby – aber dieses dachte nicht im Traum daran den
sicheren Platz hinter dem Schrank in unserer Anwesenheit zu verlassen oder sich gar berühren zu lassen.
Wir hörten nur ein leises “Miau..Miau..” welches sich plötzlich zu einem wirklich ohrenbetäubenden Geschrei entwickelte! Man war fast der Meinung,
dass sich hinter diesem Schrank ein Raubtier so groß wie ein Tiger befindet!! Dieses Gebrülle sollte sich über fast vier Tage und Nächte erstrecken,
an Schlaf oder Ruhe war bis auf wenige Augenblicke nicht zu denken! Ich habe mich Nachts vor den Schrank gelegt, leise geredet, gesungen, ich habe
alles versucht, um das kleine Kätzchen etwas zu beruhigen – meine Nerven waren wirklich fast am Ende und meine Frau hat kaum Schlaf bekommen,
den sie unbedingt für ihre harte Arbeit am nächsten Tag gebraucht hat.
Gesehen hat man ihn (oder sie) kaum – nur mal kurz zum Trinken oder Fressen. Nach drei Nächten, die uns fast in den Wahnsinn getrieben haben,
wurde es plötzlich merklich stiller! Nur hin und wieder war etwas zu hören und der kleine hat angefangen seine neue Welt etwas zu erkunden.
Wenn wir ruhig am Tisch gesessen sind, kam er sogar aus seinem Versteck um uns aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Vertrauen aufbauen!

Jetzt nach 8 Tagen sind wir soweit, dass er mit uns spielt und er von Tag zu Tag etwas näher kommt. Ihn zu streicheln oder gar hochzuheben ist noch
immer kaum möglich, aber die Berührungen seinerseits sind schon vorhanden – und wir freuen uns über jeden Fortschritt!
Es bedarf sehr viel Geduld und liebe solch einen “Wildfang” zu sozialisieren, aber ich bin mir sicher: Eines Tages wird er mit uns kuscheln!
Positiv zu bewerten ist, dass er nach drei Tagen angefangen hat das Katzenklo zu benutzen – sehr erstaunlich!
Sein Fressen bekommt er zu 95% aus unseren Händen – wir halten also den Napf fest, damit er spürt: “Die geben mir etwas und machen mir nichts!”
(Danke für den Tipp an meine FB Freundin Claudia)
Ob es nun ein Junge oder Mädchen ist wissen wir bis heute noch nicht genau – aber das wird sich dann zeigen!
Und egal was es auch ist, der Name ist “Hopper”!!



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